BOCCADO Kulturreise in individueller Kleingruppe von 6 – 14 Personen
Eine lange gehegte Idee soll sich hier verwirklichen:
die landschaftliche Schönheit und kulturelle Besonderheit des einstigen Königreichs Beider Sizilien in idealer Weise zu verbinden.
Eckpunkte dieses geographischen Spagats sind Neapel und Palermo, die Hauptstädte Beider Sizilien. Dazwischen liegen die Äolischen oder Liparischen Inseln, Stromboli, Lipari, Volcano, Namen aus der Welt der Mythen und des Films.
Wer erinnert sich da nicht an die Abenteuer des Odysseus an diesem Ort – oder die schicksalhaften Begegnungen von Ingrid Bergmann und Roberto Rossellini bei den Dreharbeiten zu „Stromboli“.
In Neapel und Palermo gehen Kultur und südländische Lebensart einen sehr lebendigen und geradezu saftig-mitreißenden lebensbejahenden Kompromiss ein – zwischen Antike, Tradition und Gegenwart, Kontrasten und Kontinuität. Dieser Kompromiss prägt ihre Atmosphäre und macht diese Reise zu einem Erlebnis der besonderen Art.
Unser Besuch der beiden Metropolen gipfelt in Ausflügen in die Antike, in Neapel zu den berühmten römischen Ausgrabungen am Vesuv, in Palermo in die griechische Antike zum Tempel und Theater von Segesta im Westen der Insel.
Freuen Sie sich auf quirliges, pralles, südländisches Leben, auf Kunstschätze von Weltrang, auf die liparische Inselwelt, die zum Weinen schön ist, auf Mosaike und Tempel und – nicht zuletzt – die fantastische italienische Küche!
Sie wohnen charmant in einem ehemaligen Stundenhotel in Neapel, heiter-beschwingt in einem blitzblanken Hotel direkt am Wasser auf der Insel Salina und stilvoll im Hotel Porta Felice in der Innenstadt von Palermo.
Alle Probleme können Neapel eines nicht nehmen: die herrliche Lage!
Die von den Griechen gegründete Neustadt – nichts anderes heißt Nea Polis – erstreckt sich über eine Hügelkette direkt am Meer. Überragt wird die Stadt vom Castel Sant’Elmo, mehrere Zahnradbahnen führen hinauf, von wo es prächtige Blicke auf die Stadt selbst, auf den mächtigen Vesuv, auf die Sorrentiner Halbinsel, Capri und Ischia gibt – atemberaubend schön!
Zu Füßen des Kastells liegen gleichermaßen die schicken Neubauviertel der Gründerzeit und die berühmte Altstadt, in der sich täglich ein nahezu orientalisch-pralles Leben abspielt. Denn anders als fast alle europäischen Altstädte ist diejenige von Neapel bewohnt, und ein Großteil des täglichen Lebens in Handwerk, Verwaltung, Gastronomie spielt sich hier im Zentrum ab. Das macht Neapel einzigartig – und auch einzigartig interessant. Umweht vom Duft der Cafés und Pasticcerien und vom Gestank der knatternden Vespas öffnet sich Neapel dem staunenden Besucher. Da gibt es zahllose barocke Kirchen mit bröckelnden Fassaden und theatralischen Statuen und Malereien, Neapel liebt die große Geste! Anziehungspunkt ist die Via San Gregorio mit den zahllosen Handwerksverschlägen, in denen ganzjährig Figürchen für die allseits beliebten Weihnachtskrippen feilgeboten werden. Im mächtigen Dom wird mehrfach im Jahr das Blut des Stadtheiligen San Gennaro verflüssigt – wer’s glaubt wird selig! Inmitten des Lebens dann ein Meisterwerk von Weltrang: der Cristo Velato – eine barocke Christusfigur aus Marmor, die so verblüffend echt wirkt, dass es ein Wunder scheint.
Hätten Sie’s gewusst? Vulkan kommt von Vulcano! Von der Liparischen Insel, von der ein strenges Schwefel-Aroma ausgeht. Die Schwefeldämpfe stehen im Zusammenhang mit dem Vulkanismus: Vulcano und Stromboli sind noch heute brodelnde Hexenküchen. Alle Liparischen Inseln sind Vulkane, und man sieht es ihnen an: viele haben die typische Kegelform.
Eine seismisch aktive Zone zieht sich durch Italien, von den Euganischen Hügeln im Veneto (so mancher war dort schon kuren) über den Monte Amiata in der Toskana, den Vesuv, die Liparischen Inseln und den Ätna markieren die Vulkane tektonische Aktivität. Die Erdkruste bewegt sich, Alpen und Apennin werden aufgefaltet und Begleiterscheinung sind die feuerspeienden Berge.
In Sichtweite Siziliens und des Ätna liegen die Liparischen Inseln im Meer, und jede hat einen anderen Charakter. Die Römer legten Becken zur Salzgewinnung auf einer von ihnen an, sie heißt deshalb heute Salina, hat zwei erloschene Vulkanberge und ist berühmt für Kapern und Wein. Vulcano erfreut sich eines aktiven Vulkans und der Schlammtöpfe, in denen jedes nur denkbare Gebrechen kuriert werden kann. Panarea wurde von der Schickeria entdeckt, weil es soweit abseits liegt und deshalb ein weitgehend Papparazzi-freies Urlaubserlebnis ermöglicht. Von der Lava-Rutschbahn des mächtigen Stromboli ergießt sich fast täglich ein Lavastrom ins Meer, der nach Sonnenuntergang spektakulär wird. Die Hauptinsel Lipari hat neben Bergen an Bims eine weitläufige sympathische Altstadt, eine mächtige Festung und eine eindrucksvolle Kathedrale.
Goethe war überglücklich, als er endlich Palermo erreichte. Die Überfahrt war rauh gewesen und der Dichterfürst hatte mehrere Male die Fische gefüttert. Endlich sah er den Montepellegrino, Hausberg von Palermo, das damals tatsächlich noch umgeben war von der berühmten Conca d’Oro, der Goldenen Muschel. So nannte man den unendlichen Orangenhain, den die Araber Jahrhunderte zuvor angelegt hatten, aus dem die Früchte golden leuchteten.
Die Araber hatten die feine Lebensart ins Land gebracht, die auch die Vertreibung der Sarazenen durch die Normannen überlebte. Normannisch-Arabisch wurde über lange Zeit das Markenzeichen Siziliens, und der berühmteste Vertreter dieser Lebensart war „das Staunen der Welt“ – der polyglotte Staufer Friedrich. Arabische Ornamentik und Dekorationsfreude, gepaart mit dem Drang, der christlichen Rückeroberung prächtigen Ausdruck zu verleihen – das führte zu Bauwerken von Weltruhm: der Martorana-Kirche oder der Pfalzkapelle in Palermo, und der atemberaubenden Kathedrale von Monreale mit ihrem überwältigenden Mosaikenschmuck. Doch zu Zeiten Friedrichs war Palermo schon uralt, gegründet durch die Griechen, später übernommen von den Römern, die – interessanterweise – zu griechischen Christen wurden.
Quirliges Leben auf den Märkten, barocker Überfluss in pathetischen Kirchen, prächtige Blicke vom Montepellegrino!
Unsere Reise beginnt in Neapel am Flughafen Capodichino mit der Ankunft des Lufthansa-Fluges von Frankfurt gegen Mittag. (Fluganreise von anderen Flughäfen ist möglich, wobei sich unser Tagesablauf an der Ankunft des Fluges von Frankfurt orientiert.) Wir transferieren Sie ins Zentrum, wo Sie sehr zentral in einem charmanten Hotel an der Grenze zwischen Alt- und Neustadt logieren werden. Vor mehr als 100 Jahren wurden die Zimmer dort nur stundenweise vermietet.
Bei einem Orientierungsbummel lernen Sie die großartige Umgebung mit Königspalast, die Hauptgeschäftsstraße mit der berühmten Galleria Umberto I. und die Festung der einstigen französischen Herrscher (Castel Nuovo) kennen. Nicht zu vergessen das schönste Café der Stadt und Treffpunkt von „tutta Napoli“ – das berühmte Café Gambrinus. Gemeinsames Abendessen in einem typischen Lokal. 2 Übernachtungen im Hotel Chiaia.
Vom Hauptbahnhof bringt uns die Nahverkehrsbahn (Circumvesuviana) in die Antike. Zunächst zu den Ausgrabungen von Pompeji, im Anschluss zur Villa Oplontis, der erst in jüngerer Zeit ausgegrabenen Villa der Poppaea, der Gemahlin des Kaisers Nero: eine luxuriöse Anlage aus dem 1. Jh. vor Christus, von Restauratoren wieder ans Tageslicht gebracht.
Mit dem Bus erklimmen wir dann entlang der Lavafelder den Krater des Vesuv. Der berühmt-berüchtigte Vulkan ist zur Zeit ruhend, doch keineswegs inaktiv, ein beeindruckender Anblick vulkanischer Naturgewalt.
Die Gassen der Altstadt und der Meerespromenaden bieten uns das typische neapolitanische Leben zwischen Pizza, Piazza und Palazzi. Faszinierende Eindrücke gelebter Frömmigkeit in großartigen Kirchen und bei den weltberühmten Volkskrippen und ihren Schnitzerwerkstätten lassen uns staunen. Einen unvergesslichen Eindruck wird die sensationelle Marmorskulptur des Cristo Velato bei Ihnen hinterlassen.
Für das leibliche Wohl sorgen die berühmten neapolitanischen Süßigkeiten in den beliebten Konditoreien. Die Denkmale aus Jahrhunderten großer städtischer Geschichte bilden den Rahmen dieses Tages in einem wahrhaftigen Volkstheater. Abends beziehen wir unsere Kabinen im Hafen an Bord der Linienfähre, die uns über Nacht in die Welt der Äolischen Inseln bringt.
Ab morgens um 6 gibt es eine Liparische Insel nach der anderen zu sehen: zunächst Stromboli mit aktivem Vulkan, dann Panarea – eleganter Rückzugsort der Schickeria, schließlich Salina, wo wir direkt zu Füßen unseres Hotels aussteigen. Und uns auf eine Rundfahrt über die Insel begeben, die uns in luftige Höhen, zu grandiosen und verträumten Ausblicken, einem netten Lokal am Wasser und in die Welt der Kapern führt.
Sie werden unser Hotel direkt am Wasser lieben, mit seinen blitzblanken spiegelnden Kacheln und seiner maritimen Heiterkeit.
Mit eigenem Boot und mit eigenem Skipper erkunden wir die zerklüftete Küstenlandschaft der Insel Vulcano und der Insel Lipari. Da gibt es faszinierende Buchten, überhängende Grotten, seltsame Stalagmiten. In Vulcano zieht es schwefelig durch die Nase. Mächtig liegen noch heute die strahlend weißen Bimssteinberge von Lipari in der Sonne.
Auf Lipari gibt es einen ausführlichen Spaziergang durch die malerische Altstadt zur uralten Festung mit uralter Kathedrale und uraltem Kreuzgang. Auch die griechischen Mythen lassen uns wissen, dass Lipari uralt ist, trieb sich doch dort der Held Odysseus herum, auf der langen Suche nach seiner Heimat Ithaka.
Morgens verlassen wir die Inselwelt der Liparen und erreichen per Tragflügelboot in knapp zwei Stunden Milazzo auf dem sizilianischen Festland, nördlich von Messina. Von dort in wenigen Stunden per Eisenbahn entlang der gebirgigen Nordküste Siziliens in die Hauptstadt Palermo. Unser Hotel liegt unmittelbar im Zentrum Palermos, wenige Schritte von den Hauptgeschäftsstraßen und in der Nähe aller Sehenswürdigkeiten. Je nach Ankunftszeit unternehmen wir noch einen Orientierungsbummel in der Nähe des Hotels. Abendessen in einem ausgewählten typischen Restaurant.
Vormittags schauen wir uns die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Palermos an – einer Stadt, die aufgrund ihrer turbulenten Geschichte für eine einmalige Verschmelzung der Kulturen von Arabern, Byzantinern, Normannen und Spaniern stand.
Nachmittags fahren wir mit dem Linienbus nach Monreale mit der Kathedrale und dem berühmten Kreuzgang – das bewundernswerte Ergebnis einer folgenreichen Konfrontation zwischen Kirche und Herrscherhaus des 12. Jh. Es ist schwer, sich an den Mosaiken sattzusehen!
Der heutige Tag sieht uns im eigenen Kleinbus auf dem Wege zum berühmten Theater und Tempel von Segesta aus der Zeit des Großgriechenlandes des 5. Jh. vor Chr. Segesta ist einer der magischen Orte im Westen Siziliens.
Auf dem Rückweg genießen wir vom Monte Pellegrino, dem schon von Goethe bewunderten Vorgebirge Palermos, den herrlichen Blick auf Stadt und Küste und besuchen die Grotte der Stadtheiligen Santa Rosalia, einer der verehrtesten Orte der Insel. Bei einem Abendessen in einem der typischen Lokale der Stadt nehmen wir langsam Abschied vom Süden Italiens.
Preis (pro Pers. im DZ) | 3.750,00 € |
Einzelzimmerzuschlag | 620,00 € |