Apulia Felix – das glückliche Apulien – so nannten die Römer die Halbinsel im Süden Italiens. Apulien empfängt Sie mit ausgedehnten silbrigen Olivenhainen, weiß getünchten Städtchen und dem Glanz sorgsam restaurierter Altstädte entlang endloser Küsten.
Zwischen Adria und Ionischem Meer erstreckt sich eine Halbinsel voller Kontraste: die steilen Felskanten des Gargano, an denen sich das Meer bricht, das weite Murge-Hochland im Inland mit Karst und Trulli.
Seit der Antike war Apulien Bühne großer Geschichte: Die Griechen gründeten Bari, Brindisi und Gallipoli.
Die Via Appia verband Rom mit dem Süden und ließ Heere, Händler und Ideen ziehen; Bari und Brindisi wurden zu Toren der Welt – Sprungbretter für Jerusalem-Pilger und Kreuzfahrer.
Hier begegnen wir auch Friedrich II. von Hohenstaufen, dessen geheimnisvolles Castel del Monte wie eine steinerne Krone über der Ebene wacht – ein streng nach geometrischen Prinzipien komponiertes Meisterwerk, das bis heute die Fantasie beflügelt.
Nördlich von Bari reihen sich die Juwelen der apulischen Romanik: Der zweistöckige Prachtbau von Trani, die trutzige Kathedrale von Ruvo und die kleinen Kostbarkeiten von Siponto – steinerne Wegmarken einer Region, in der Pilger, Kaufleute und Herrscher ihre Spuren hinterließen.
Und dann Matera: Seit mindestens der Bronzezeit bewohnt, heute UNESCO-Welterbe, verzaubert die Stadt in der Nachbarregion Basilikata mit malerischen Höhlenvierteln und steinernen Labyrinthen.
Geschichte zum Anfassen und mediterrane Leichtigkeit: barocke Plätze in Lecce, Trulli im Valle d’Itria, würzige Seeluft in Gallipoli, Höhlenmalerei am Gargano, ein schneller Caffè auf der Piazza, der Duft von frisch gepresstem Olivenöl – und immer wieder der Blick auf‘s Meer.
In sehr kleiner und familiärer Reisegruppe von nur 4 bis 7 Personen nehmen wir Sie mit in den Absatz Italiens und logieren in charmanten und schicken Edel-Bed&Breakfasts, die gerade soviele Zimmer haben wir unsere kleine Gruppe groß ist.
Und natürlich können wir in Kleinstgruppe auch bestens das kulinarische Angebot Apuliens nutzen: Bekannteste Pasta sind die Orecchiette – am besten mit Cime di Rapa – Stängelkohl: leicht bitter, knoblauchduftend, unverwechselbar. Italienweit beliebt ist das knusprige Pane di Altamura, Friselle, knusprige Taralli und Focaccia barese voller Kirschtomaten. Auf die Hand: Panzerotti (frittierte Halbmonde) und Sgagliozze (goldene Polenta).
Das Meer füllt den Tisch: Crudo di mare in Bari, Impepata di cozze, Polpo alla pignata und die legendäre Tiella barese, in der Reis, Kartoffeln und Muscheln Hochzeit feiern. Unbedingt erwähnen müssen wir die Burrata di Andria – außen zart, innen cremige Stracciatella. Oliven und Öl sind allgegenwärtig – von Coratina bis Ogliarola –, dazu die berühmten Tafeloliven Bella di Cerignola.
Zum süßen Finale: Pasticciotto leccese (am besten noch warm) oder festliche Cartellate mit Honig oder Vincotto.
Ins Glas kommen Caffè leccese (Espresso auf Eis mit Mandelsirup) und abends Primitivo di Manduria, Negroamaro oder Nero di Troia.
Kurz: einfache Zutaten, großer Geschmack, Sonne auf dem Teller – Apulien macht auch kulinarisch glücklich.
Unser Tagesprogramm orientiert sich an der Ankunft des Fluges EN 8218 (Air Dolomiti) von München nach Bari, 11:45 Uhr – 13:25 Uhr.
Ihr Reiseleiter empfängt Sie am Flughafen. Weiter nach Süden Richtung Lecce, Hauptstadt des Salento, so heißt der südliche Teil Apuliens. Die außergewöhnliche Kirche Santa Maria del Casale wurde ehedem inmitten der Natur errichtet, sie hat eine bemerkenswerte Fassade und viele mittelalterliche Fresken. In Lecce beziehen wir ein charmantes Edel-Bed&Breakfast in der barocken Innenstadt. Abends gutes gemeinsames Abendessen.
3 Übernachtungen/Frühstück in Lecce.
In Lecce (ausgesprochen: Letsche) begegnen wir einer besonderen Variante des Barock – eher sachlich, weniger schwelgend, starr – an strengen spanischen Vorstellungen orientiert. Der cremefarbene Kalkstein von Lecce eignet sich besonders gut für gemeißelte Girlanden, Putten, Masken und gewundene Säulen. Unser Bummel führt uns zur weiten Piazza Sant’Oronzo, die der Stadtheilige von hoher Säule beherrscht. Wir sehen Theater und Amphitheater, den einzigartigen Domplatz, die eine oder andere Kirche, selbstverständlich Santa Croce, und den Triumphbogen für Kaiser Karl den Fünften.
Nachmittags haben Sie alle Zeit, um sich das hübsche Lecce auf eigene Faust zu erbummeln; wie passend, dass in Italien sonntags die Geschäfte geöffnet sind.
Abends treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen in einem ausgesuchten Ristorante.
Wer hätte gedacht, dass in Galatina in der Kirche der Heiligen Katharina ein toskanischer Freskenzyklus zu finden wäre? Ausgezeichnete Maler schwelgen ausführlich in biblischen und ritterlichen Geschichten.
Auf einer Insel, der Küste vorgelagert, liegt die Altstadt von Gallipoli, Kalé Pólis, schöne Stadt, die Griechen legten hier die erste Siedlung an. Wir schnuppern Seeluft an der Promenade, werfen einen Blick in den bildergeschmückten Dom und den Hafen.
Um die Mittagszeit kehren wir zur Weinprobe mit ausführlichem Imbiss bei einem Weingut im Landesinneren ein, wo wir uns von der Qualität des Negroamaro, der Malvasia und des regionalen Helden Primitivo überzeugen werden.
Anschließend geht es weiter nach Òtranto. Wir schlendern durch das von riesigen Festungsmauern umgebene Örtchen und besuchen die normannische Kathedrale Santa Maria Annunziata, wo wir den sagenhaften Mosaikfußboden bestaunen, der das gesamte Innere bedeckt und uns Geschichten von Himmel und Hölle zu Füßen legt.
Basilianer-Mönche errichteten in den elfhunderter Jahren die hübsche romanische Basilica Santa Maria di Cerrate – ein Juwel in the Middle of Nüscht. Vielleicht haben wir ja Glück und können einen Blick auf die Fresken im Inneren werfen, auf jeden Fall erfreuen wir uns am Fassadenschmuck und der Eleganz der säulengetragenen seitlichen Loggia.
Ostuni wird aus naheliegenden Gründen die Weiße Stadt genannt. Ein Bummel entlang der malerischen Stadtmauern führt uns zum Dom und zur Piazza Libertà, wo Zeit für eine Caffè-Pause ist.
Inmitten eines riesigen Olivenhains liegt das Landgut Lama di Galizia, wo uns die Hausfrau um die Mittagszeit auf typisch apulische Landküche erwartet.
Anschließend steigen wir erneut hinauf auf die Murge, so heißt das verkarstete, intensiv landwirtschaftlich genutzte, flachgewellte Tafelland. Weiter nach Alberobello, wo wir in einer der Hauptsehenswürdigkeiten Apuliens schwelgen, den kegelgedeckten Trulli-Häusern.
Die Fahrt geht weiter nach Trani, sehr hübscher Küstenort mit pittoreskem Fischerei- und Yachthafen, wo wir in einem Edel-Bed&Breakfast einchecken werden. Abends gibt es ein sehr gutes Abendessen in einem guten Ristorante am Ort.
4 Übernachtungen/Frühstück in Trani.
Wir folgen der Küste bis zum Gargano, wie der „Sporn des Italienischen Stiefels“ heißt, eine Halbinsel, die in die Adria hineinragt.
Auf dem Weg liegen zwei romanische Pilgerkirchen mit Reliefschmuck, San Leonardo und Santa Maria di Siponto. Pilger erwartete man auf 800 Meter Höhe, in Monte Sant’Angelo. Der Erzengel Michael, müssen Sie wissen, hatte früher eine gewisse Vorliebe für ungewöhnliche Bergeshöhen (Mont St. Michel in der Normandie, St. Michael’s Mount in Cornwall, Sagra di San Michele bei Turin) oder romantische Höhlen. Letzteres war auf dem Gargano der Fall, Grund genug für die Einrichtung eines vielbesuchten Höhlenheiligtums, dem auch wir einen Besuch abstatten werden. Zuvor jedoch erwartet uns exzellente apulische Küche, bei den Gentlemen, so übersetzt sich Li Jalantuùmene, gibt es Gesottenes und Gebratenes.
Abends finden Sie selbst Ihr Lieblingslokal in Trani am Hafen.
Eine der trutzigsten und malerischsten Kirchenfassaden besitzt der Dom von Ruvo, das Innere ist von feierlichem romanischem Ernst.
Unsere Fahrt geht dann nach Bari, Hauptstadt Apuliens, mit einer geradezu orientalisch wirkenden Altstadt. Unser Bummel führt von der Festung – Erbauer war Kaiser Friedrich der Zweite – zur prächtigen Kathedrale und der Grabeskirche des Heiligen Nikolaus. Ja genau, DES Heiligen Nikolaus! Erfolgreich in der Türkei geklaut und gekonnt gegen Venedig verteidigt liegen die Reliquien des Heiligen seit fast 1.000 Jahren in Bari und sind Objekt innigster Verehrung.
Nach einer Mittagspause geht es dann zu einem weiteren Höhepunkt unserer Reise: Im Hinterland erklimmen wir das Castel del Monte. Es liegt nur auf 500 Metern Höhe, doch das genügt für einen herrlichen Blick von der Krone Apuliens in Richtung Adria. Friedrichs Märchenburg ist eine Huldigung an die Zahl Acht, rational und zugleich voller Geheimnisse. Wir atmen den Hauch der Geschichte ein, bevor es wieder zu Tale nach Trani geht.
Zum Schluss ein weiterer Höhepunkt: Matera!
Eigentlich heißt Sasso Felsbrocken, in Matera meint der Plural Sassi jedoch die steilen Abhänge aus weichem cremefarbigen Kalkstein, in die über die Jahrtausende zahllose Höhlenwohnungen getrieben wurden. So entstand ein spektakuläres Steinlabyrinth zu Füßen des romanischen Doms: Kulisse für das Leben bitterarmer Menschen. Heute bilden genau diese Sassi die Hauptattraktion der Besucher von Matera, das seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe und im Jahr 2019 Europäische Kulturhauptstadt war. Unser Bummel führt uns zu großartigen Aussichtspunkten, aber auch exzellenter romanischer und gotischer Architektur.
Abends laden wir Sie dann in eine andere spektakuläre Kulisse ein, in die elegant-grobschlächtigen Mauern einer ehemaligen byzantinischen Kuppelbasilika, in der heute ein exzellentes Restaurant auf Ihren Besuch wartet.
Den einzigartigen doppelstöckigen Dom von Trani hatten wir uns noch nicht angeschaut, das holen wir heute nach dem Frühstück nach. Und dann geht es ab zum Flughafen Bari, von wo um 14:05 Uhr Flug EN 8219 nach München abhebt.
| Preis (pro Pers. im DZ) | 4.450,00 € |
| Zuschlag Doppelzimmer zur Einzelnutzung | 700,00 € |